Kübelesmarkt

Der Mond

Ebenfalls auf eine wahre Ortsgegebenheit basierten die Monde. In einer lauen Nacht waren einige Zechbrüder auf dem Heimweg, stark angeregt durch ein paar Viertele Cannstatter Zuckerle, als sie den Turm des Uff-Kirchleins in Flammen sahen. Rasch alarmierten sie die Feuerwehr und bald scholl es aus vielen Kehlen: „Fuirio s`Uffkirchle brennt, holat Stroh ond löschat gschwend!” Doch als sie die Rohre auf den Kirchturm richten wollten, war von Flammen keine Spur. Nur der Mond schien kräftig durch die bunten Fenster.

Von da an hatten die Cannstatter ihren zweiten Necknamen „Mondlöscher”.
Der Mond, 1992 neu geschaffen, lockert das grün-rote Bild der Felben mit seinem blauen Leinenhäs mit goldenen Sternapplikationen und dem roten Besatz angenehm auf. Es ist die einzige Maske der schwäbisch-alemannischen Fasnet die zwei Gesichter in sich birgt; vorne ist der Vollmond, von der Seite der Halbmond zu erkennen. Um die Schulter trägt er zwei bis sechs Schellenriemen, in der Hand die Narrenwurst, Pritsche oder Streckschere. Die rote Maskenhaube und das Käpple mit den drei Fuchsschwänzen bringen einen fröhlichen Farb- und Formenakzent.